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Dualaktivierung®

Die Dualaktivierung® macht klassische Hufschlagfiguren sichtbar. Es gibt sie geritten und longiert. Auch die Arbeit mit der Doppellonge als Vorübung zum Reiten ist möglich. Mittels Dualgassen und Pylonen in den Farben Gelb und Blau (beide Farben sehen Pferde am besten) werden bestimmte Stationen gelegt/gestellt, die insgesamt einen Parcour auf dem Reitplatz ergeben. Die Gassen und Pylonen geben den Weg vor, gearbeitet wird größtenteils in Schritt und Trab. Mittels Timer trainiert der Mensch das Pferd in diesem Parcour. Die Farben, Gassen und die zeitliche Struktur geben Pferd und Reiter die Möglichkeit, sich zu konzentrieren, um die körperlichen und geistigen Herausforderungen zu meistern. Das Pferd wird durch die Übungen geradegerichtet und gymnastiziert, es balanciert sich aus und koordiniert Vor- und Hinterhand. Die zeitlichen Intervalle mit klar geplanten Pausen geben den Muskeln die Gelegenheit, sich etwas zu erholen und gleichzeitig ergibt sich für das Pferd die Möglichkeit, das gerade Gelernte abzuspeichern und zu verarbeiten. Das Tier lernt, seine Füsse korrekt zu setzen, seinen Körper optimal einzusetzen und bekommt damit die beste Voraussetzung, um seinen Reiter schadlos zu tragen. 

Pferd und Reiter bekommen einen klar strukturierten Plan an die Hand, um effektiv miteinander zu arbeiten. Pferde brauchen Klarheit und Sicherheit. Dieses Bedürfnis wird durch diese Art des Arbeitens befriedigt. Das merken wir an losgelassenen und konzentrierten Pferden, die ihrem Besitzer gerne folgen. 

Vor allem aber macht es Spaß, damit zu arbeiten. 

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Das Pferd ist voll konzentriert, während es über die Gassen (hier: die Treppe) geschickt wird.

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Das Pferd lernt, seine Vor- und Hinterhand zu koordinieren. Das Dreieck eignet sich sehr gut dafür. 

Es ist für mich als Trainerin immer wieder schön zu sehen, wie Pferde plötzlich zugänglich werden, mitdenken und von allein die Wege suchen, die der Mensch vorgibt. Die Dualgassen und Pylonen geben dem Pferd Sinn. Widersetzlichkeiten verschwinden und die Motivation steigt. Es wird nicht mehr gegeneinander gekämpft, sondern miteinander als Team die Aufgabe gelöst. Somit sind anstrengende Rangordnungsdiskussionen kaum noch nötig.

 

Durch Positionsarbeit bekommt der Mensch Führungspersönlichkeit:

Wer bewegt hier wen? Auf diesem Bild sieht man sehr schön, dass Milan vor mir weicht. Ein Handzeichen genügt mittlerweile, um ihn zu bewegen. Kraft wende ich nicht an. So sind feine Hilfen möglich. Er akzeptiert mich als Führungsperson. 

Hier eine Einheit von 3 Minuten im Zeitraffer. Insgesamt werden 6 Einheiten von jeweils 3 Minuten Dauer geritten/longiert.

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